Mehrheit der Fertigungsbetriebe setzt auf vernetzte Softwarelösungen

Der Begriff "Industrie 4.0“ ist das beherrschende Thema im Produktionsbetrieb. Nicht zuletzt durch die diesjährige „Hannover Messe Industrie“ haben die Strategien eine neue Dynamik erfahren. Ein Wandel von ehemals ambitionierten Technologiekonzepten hin zu praxisorientierten und handhabbaren Werkzeugen hat dabei schon heute stattgefunden.

Zunächst war das Ziel, Fehlerkosten in der Produktion zu minimieren. Damit einher ging die Minimierung von Wartungs- und Instandhaltungskosten durch eine falsche Auslastung der Anlagen. Schnell wurde aber auch die Erweiterung der Blickrichtung auf das Monitoring des gesamten Fertigungsprozesses gelenkt. Hierbei stehen primär folgende Ziele allgemein im Fokus der Betrachtung:

  • Korrekte Auswertung der Produktionsdaten
  • Nicht genutzte Potenziale heben – Mehrwerte schöpfen
  • Prozesse nachhaltig verbessern

Moderne Systeme zur Produktionsdatenerfassung liefern aktuelle Informationen und Kennzahlen zu bereits abgeschlossenen oder noch aktuell in Bearbeitung befindlichen Aufträgen. Mit den so gewonnenen Informationen können Regelkreise aufgebaut werden, um die Verbesserung in den relevanten Bereichen der Fertigung voranzutreiben. Stichworte sind: Verkürzung der Durchlaufzeiten, Einhaltung verlässlicher Taktzeiten und Liefertermine, Aktualisierung von Vorgabe- und Rüstzeiten, Kostenkontrolle oder auch generell die belastbare Plankalkulation.

Überraschend sind die Wertschöpfungspotenziale, die durch die dargestellten Maßnahmen erreicht werden. Beträgt doch die damit im Zusammenhang stehende Amortisationsdauer der Investition nach repräsentativen Untersuchungen häufig nicht einmal ein Jahr.

Moderne Systeme zeichnen sich durch einen modularen Aufbau aus, der es unterschiedlich großen Betrieben möglich macht, ein genau abgestimmtes Lösungspaket zu erwerben. Das Spektrum reicht von der autark eingesetzten Projekt- und Auftragsdatenerfassung bis hin zur Integration des Systems in die vorhandene ERP-Infrastruktur mit umfangreichen Möglichkeiten des Datenaustauschs.

Die Digitalisierung der Produktion birgt natürlich auch Herausforderungen für die Arbeitnehmer. Umfassende Konzepte berücksichtigen dies durch die Abbildung individueller, bedarfsgerechter und damit motivationsfördernder Arbeitszeiten und eine allumfassende Einbindung in Informationsprozesse.

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